Dienstag, 11. Juli 2017

[REZENSION] THE PRINCESS SAVES HERSELF IN THIS ONE von Amanda Lovelace

“he
opened me up
like a book
& poured the
poetry
back into
me.

-my personal pen and paper” 
Manche Bücher brauchen 1000 Seiten und schaffen nicht mal annähernd das, was Amanda Lovelace erreicht hat. "The Princess saves herself in this one" hat keine 200 Seiten. Doch gebraucht hat es eigentlich nur eine, weil
jedes Wort.
war.
ein.
Schuss.





Amanda Lovelace spricht über das Leben, über die Liebe, über Frauen und Männer, über Märchen, Harry Potter, Missgunst, Missbrauch, Krankheiten und Tod. Sie erzählt eine Geschichte, ihre Geschichte, und verpackt das Unschöne in bittersüßer Lyrik. Was dadurch entsteht ist so viel mehr als eine Gedichtsammlung: Es ist eine Reise bis in ihr Inneres ... und es war eine Reise bis in mein Inneres.

“silence has always been my loudest scream.” 
Neben Amanda Lovelaces Worten fühle ich mich klein und unbedeutend. Ich bin noch nicht so weit wie sie und wahrscheinlich werde ich nie so weit sein. Und warum? Weil sie ein solch großes Talent hat, das alle Barrieren durchbricht.
"The Princess saves herself in this one" macht Mut. Es bringt uns dazu, über den eigenen Schatten zu springen. Aber um das zu erreichen, müssen wir erst einmal zusammenbrechen. Uns eingestehen, wer wir sind. Was wir sind. Welchen Wert wir haben.
“i’m not scared
of the monsters

hidden underneath
my bed.

i’m much more scared
of the boys

with messy brown hair,
sleepy eyes,

& mouths
that only know

how to form
half-truths.”  
Das Buch lesen zu dürfen, die Möglichkeit zu haben, Amandas Gedanken zu teilen, war ein Geschenk. Sie selbst wird durch ihre Worte lebendig und die Worte brauchen sie, um zu klingen. Für jeden, der Poesie liebt - und für den Rest. JAHRESHIGHLIGHT

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